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Samstag, 5. September 2009

Gedicht des Tages #18

Hallo Sonnenschein. Warum bist du wieder da?
bestrahlst die Balearen, da singen Menschen schalala,
und ziehen vulgäre Grimassen,
kannst du das nicht lassen?

Darüber will ich nix in der Zeitung lesen,
lieber den Feuilleton,
dort steht meist kluges von entrückten Wesen,
Mit Stirnlappen wie ein Balkon.

Das selbsrverliebte Geschwafel gegen die Prollität,
alles ist relativ,
meist aber zu spät
und deshalb, liebe Sonne, schein doch lieber schief.

Bewirf einmal die Polarregion mit Strahlen deiner selbst,
ich glaube, denen ist es kalt.
die wären dankbar, wenn du helpst,
dort spricht man Englisch, wird nicht alt.

Tragische Schicksale im hohen Norden,
kurze Sommer, Blizzard und Morden,
wie in Alaska, dem Kleinod vom lieben
USAlein, nebst Kanada verblieben.

Ein Flecken Erde wie im Buch,
wo drin steht was da wär Betruch,
wenn wir, die Europäer's müssten,
im Nordlichtmeer das Leben fristen.

Freitag, 4. September 2009

Gedicht des Tages #17

Christian klar schnupft Katzenminze,
das wusste jeder, der ihn kannte,
erzählen tat er's Kunz und Hinze,
während die Zigarette brannte.

Darin war ein Minzenpulver,
aufgebracht von Äthiopen,
und gemahlenes Hörnerpulver,
von arabischen Antilopen.

Bergkäse, Sauerampfer, Quarz,
Schwefeltrioxid und dank Feldspats,
noch eine Prise Ultramarin,
Ebenholz, Safran und Kumin.

Eine exotische Zigarre, die er raucht,
wenn er die Obrigkeit verspottet,
und einem Schlote gleich sie schmaucht,
aus Zeug, das schnell verrottet.

Eingewickelt in Papier, aus kinesischem Bambus,
beworfen mit Kaviar und einjelescht in Schambus,
siechte es vor Fischgestank,
aus Elfenhaar verziert mit Ankh.

Das Innenleben war orientalisch,
das Papier Ägyptae,
war so teuer wie ein Qualfisch,
weil niemand je ihn säh.

Christian klar der alte Terrorist,
raucht selbstverliebt den Stängel,
Und verarscht den Staate, mist,
reibt sich dazu den Schwängel.

Donnerstag, 3. September 2009

Gedicht des Tages #16

Kuckuck, kuckuck, rufts aus dem Wald.
Yodeln! Yodeln! Yodeln erschallt.
Alle Waldbewohner singen,
tanzen und swingen,
zur Musik des Liedes,
eines Goldschmiedes.

Ein Goldschmied mit Taktgefühl,
güld'nem Haar und Zähnen,
Platinweiß, blau und kühl,
tanzen zwischen Krähnen.

In der Großstadt tanzt die Philosophie,
das Konglomerat des Waldes,
heb das Bein, vor das Knie,
nebst des Müllenhaldes.
Swing and sing,
and wear some bling.
That's it.

Mittwoch, 2. September 2009

Gedicht des Tages #15

Sieh meinen Garten, oh holdes Weibe,
du Fiebertraum in blond,
wie jedes Obst ans andre reibt,
weil ficken es nicht konnt.

Tomate, Sellerie und Dinkel,
in botanischer Ekstase,
verzweigt in koitalem Winkel,
hock ich, seh ich hinterm Glase.

Wie die wilde Flora fliegt,
floriert und defloriert und wiegt,
gemeinsam fröhliches bestäuben,
nur ich, ich täte mich noch sträuben.

Wär ich gelb, und rund, und feucht,
und sähe Obste ähnlich,
dann wäre ich, sofern mich deucht,
eine Tomate nämlich.

Und die moral von der Geschicht,
tomaten ficken nicht.

Dienstag, 1. September 2009

Gedicht des Tages #14

Ohje, es ist so schwer geworden zu dichten. Mir fällt nichts ein, ich bin ausgezehrt - und das nach nur 2 Wochen. Die Kreativität hat mich verlassen. Obwohl ... moment, da isse! Ha! Angeschmiert! Dichtungsringe anziehen und ab geht die Lutzi!



Hallo liebe Tante, sag mal was riechst du so?
Was ist der Geruch, der dünstet dir aus jeder Pore,
warum folgt dir das Aroma eines Herrenklo,
ein Gasgemisch aus einem schottischen Moore.

Wechsel doch einmal den Duft,
und probiere naturelle,
nimm acht, auf die Dufteskluft,
ist schon besser, gell?

Ganz erträglich, jetzt können wir mal reden,
wie geht's dir so, was macht der Onkel Josef?
Mit all unsern Familienfehden,
erinnert der sich noch an seinen Stef?

Ja, Stefan, Neffe, Gutmensch, Hitlerkenner,
Und Josef, Trinker, Nichtsnutz, Penner,
der Gute, was macht er so,
folgt ihm auch das Aromaklo?

Vielleicht war ich ein wenig fies,
aber, wirklich, mir geht's richtig mies,
denn die Witwe Bolte,
die gestern bei mir klingelt wollte,
mir an die Wäsche,
und sich vergehen,
Sex haben, sitzend und im stehen,
aber alt war sie, und feminin,
kocht Sonntags noch mit Mondamin,
und erwartet, das ich ihr das Höfchen mache,
das ist aber so eine Sache.

Nein, sag ich, ruf ihr nach,
sie soll sich einen Opi suchen,
sie trottete hinfort, voll schmach,
aß ich meinen mondamingestärkten Kuchen.

Sonntag, 30. August 2009

Gedicht des Tages #13

Ein Gedicht:


Die Spinne ist kein Säugetier,
hat Beine so wie zwei mal vier,
und nennt sich Insekt, eine Gattung,
man erkennt nur mit viel Beschattung.

Sie flutschen durch die Ritzen,
sitzen am Fenster und blitzen,
von Oben herab aus dem Neste,
in der Ecke verankert feste.

Keine Not besteht, sie leben,
nur in ihrer eigenen Welt,
sie woll'n selten zum Menschen streben,
haben weder Ruhm noch Geld.

Oh sind die Spinnen nicht toll,
sie sammeln keine Dinge,
Spinnen ihr Netz, aus dem After voll,
mit Seide, zu einer stabilen Schlinge.

Kennen den Krieg nicht, töten nur,
aus Essensgründen Opfer pur,
schmausen an Vieh, schlürfen püriert,
den Brei, aus den Kiefern induziert.

Mal Gift, mal kein's, sie wissen nicht,
wie die Umwelt sie hämt,
und jeder zweistellig IQ-betuchte Wicht,
sich ihrer Gegenwart schämt.

Kill das Vieh! Mach es tot,
gellt es durch die Zimmer,
Blut, wie beim Menschen rot,
haben Spinnen in grünem Schimmer.

Affe tot, Spinne weg, sie hat sich gerettet,
wartet gebettet,
in ihr Netz auf den Morgen, ohne Sorgen,
Ruhen für den neuen Tag, dem Auge verborgen.

Freitag, 28. August 2009

Gedicht des Tages #12

Morgen geht's zurück nach Dresden, dementsprechend ein Gedicht mit dem Namen "Morgen geht's zurück nach Dresden"


Morgen geht's zurück nach Dresden,
ich bin schon ganz nervös,
Tasche packen, nix vergessen,
und dauernd ist getös.

Müsli und ein Knäckebrot,
liegen in der Tasche,
sonst bin ich am WE schon tot,
hab nix zu essen, ich Flasche.

Der Kühlschrank ist leer,
gekauft wird später,
Ich hunger mir nen Speer,
Hardcore Diäter.

Nur Obst und Wasser gibt es dann,
nebst Tofu und gesundem.
Ich werde schlank wie eine Tann',
entferne mich von rundem.

Warm wird's sein, die Luft ganz stickig,
die Spinnen nisten schon,
mir wird, wenn ich dran denk, schon zickig,
hätt ich bloß nen Balkon.

Zum chillen und zum gucken,
was die Nachbarn treiben,
wie sie essen, wie sie fucken,
hinter Plexischeiben.

Umsteigen und Züge kriegen,
ich hass es, übern Bahnsteig fliegen,
zwischen Japsen, Urlaubsziegen,
stets in die richtige Ecke biegen.

Dann zuhaus die Bude lüften,
den Taxifahrer entlohnen,
mit dem Speck auf meinen Hüften,
weiter in Dresden wohnen.

Donnerstag, 27. August 2009

Gedicht des Tages #11

Gestern hat das Gedicht des Tages pausiert, weil die Feierlichkeiten für das 10. Jubiläum ein bisschen länger dauerten und das ein oder andere Glas Alkohol vernichtet wurde.

Heute aber entkatert und frisch aufs neue, geht das dichten los:


Plastik gibt's als Granulat,
rot und grün ist der Granat,
die Granate, Übeltat,
liegt legal auf schmalem Grat.

Krater glatt und felsig grade,
Wellen wogen als Kaskade,
Schade, Stefan wohnt in Stade,
im Staate Texas ohne Gnade.

In Deutschland isst man Mittags Kuchen,
in Katalogen suchen, buchen,
Fräuleins Urlaub zum verfluchen,
betuchen ihren Gatten guten.

In der Uhr schwingt ein Rubin,
Bienen stäuben meistens clean,
Heroin gespritzt in Keane,
die cleanste Band ist nur ein Spleen.

Dienstag, 25. August 2009

Gedicht des Tages #10

Jubilei! Jauchzet und freuet euch, das Gedicht des Tages feiert seinen ersten Meilenstein; Zweistellig vorhanden sein.

Heute gibt's das 10. Gedicht einer Reihe, von der ich nicht dachte, dass sie über das erste hinweg kommt. Und trotzdem sind wir hier, 9 Gedichte später und immer noch soviel Schmackes wie am Anfang; Es kommt mir vor als wärs schon 10 Tage her.

Heute also eine Ode an die Freude des 10 Tage alt seins!


10 Tage ist das Obst nun alt,
es hat braune Stellen,
ich vergaß, Obst stellt man kalt,
und seh schon die Tapet' sich wellen.

Es dünstet, drumherum sind Fliegen,
kleine Schwarze, pfui und bah,
wers isst, könnt' glatt die Krätze kriegen,
dat is jedem völlisch gglah.

Kinder hingegen erblühen erst,
wenn sie Zehne sind,
du ihnen das erste mal die Haare scherst,
denn die wachsen gleich g'schwind.

So wie die Blagen wuchert das,
was auf dem Kopf sie tragen,
und den Blagen macht es Spaß,
die Eltern nur zu plagen.

Mein Corsa, der war mehr als Zehn,
der war schon fast im Zwölften,
manch' Teil sich schickte kaputt zu gehn,
Mechaniker meist hölften.

Die Batterie war leer, ausgelaufen gar,
die Bremse war am Berg zu starr,
der Scheibenwischer schleifte,
und, oh, der Auspuff keifte.

Es ist nicht einfach Zehn zu sein,
Obst, Automobil und Kinderlein,
sie Alle sind im Alter, klar,
doch an sich ganz wunderbar.

Natürlich nervt die Scheiße nur,
beklopptes Kind, Apparatur,
alles für den Arsch, als Bote,
ende ich in einer zynischen Note.

Alles ist relativ, nichts ist schön,
noch hässlich,
benutz ein Kabel, einen Fön,
und es scheint dir unvortrefflich.

Die guten Dinge sind gereift,
geeicht und abgestimmt zugleich,
wenns Auto, oder's Kinde pfeift,
dann besieh dich reich.

Montag, 24. August 2009

Gedicht des Tages #9

Blogtechnisch war der Tag heute recht flau. Aber ein Gedicht gibts trotzdem.

Eier sind orange und weiß,
Senf ist Safrangelb,
nach dem kochen sind sie heiß,
ohne Hühnerwelp.

Aroma zieht sich durch die Mitte,
der Rand is schwabbelig und fad,
verfeinert mit Dijon, ja bitte.
Optimal serviert bei 17 Grad.

Dazu ein Joghurt von der Kirsche,
und ein vollgekörntes Brot,
ein Abendmahl für ganz ganz Wirsche,
entflieh ich derwischgleich dem Tod.

O, Ei.

Sonntag, 23. August 2009

Gedicht des Tages #8

Heute ein nautisches Gedicht, wegen all dem Wasser. Und weil Regen mal schön wäre.

Eine Jungfrau in meinem Boot,
ein Adler im Getriebe,
Flugzeug auf dem Wasser, tot,
eine verlorene Liebe.

Begraben unter Leichenteilen,
auf dem Wasser wabert krill,
Küstenwache zur Hilfe eilen,
aus der Ferne kreischt es schrill.

Ein mediterranes Massaker,
letzte Ruhe in Azur,
alle woll'n zum Meeresacker,
auf dem herrscht der Horror pur.

Geh weg! Komm nicht! Alles,
endet hier auf off'ner See,
manch nüchtern, und manch stralles,
biss hier zeitig in den Klee.

Samstag, 22. August 2009

Gedicht des Tages #7

Schon so spät, und ich muss noch dichten. Bäh. Aber ich will ja konsistent sein, sonst kann ich mich nicht mehr über die inkonsistenz der Leute beschweren.

Heute geht es ums einkaufen. In einem Möbelhaus, das ich hier künstlerisch verfremdet nur als "Ingolf" darstelle. Und es ist nicht Ikea.


Heute war ich Möbel gucken,
ei, was für ein feiner Spaß,
Leutchen, die in Ecken spucken,
Tasse, Teller, Bottich, Glas.

Alles gabs bei Ingolf,
und bei Ingolf 2 das gleiche,
wir schauten uns manch einen Wolf,
sahen Menschen, arm und reiche.

Glitzertische mit schwarzem Glas,
Zuckerbomben, Einkaufsfraß,
und Couchen, einen Chocolate Daddy,
der auf selbiger nun saß.

Sexy war er, ich wandt mich ab,
keine Zeit für Amoureusen,
die Zeit zu finden, was wir suchten war schon knapp,
ich ließ ihn bei den Einkaufsmösen.

Schlussendlich, nach endlosem gestiefel,
warn wir leeren Handes unterwegs,
Ingolf bot uns nichts,
und ging mir langsam auf den Keks.

Mir war schwindlig, Ekelpersonal,
Pflanzen wie aus Plastik,
die Luft im 1. Stock war schahl
und zog nach draußen mich ganz hastig.

Sideboards konnten wir nicht finden,
alle waren teuer,
wollten uns nicht endlich binden,
befanden, der Kram gehört ins Feuer.

Alles mist,
und sah aus wie angepisst.

Freitag, 21. August 2009

Gedicht des Tages #6

Weil ich müde bin, und heute Abend vermutlich noch ein Stück dichtfauler, gibts jetzt schon ein Gedicht. Hurra. Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all. So, reicht schon.

Die Erde ist ein lieb Geschöpf,
das ab und an erbricht.
Dann zeigt es seinen Köpf,
der aus der Kruste sticht.

Dort sind meist Kammern,
gefüllt mit heißem Magma,
durch die Ritzen pfeift das Jammern,
und Geologen, sag ma,

was machen die dann eigentlich?
Wenn Erde mit dem Bersten droht?
Vor Lava sehn sie nur noch rot,
füllt die Hose sich mit Kot.

Das nutzte nix; Eruption!
Alles sprudelt, fächert sich zu Tale,
Mit einer Ökopetition,
rettet man meist Wale.

Alle die, die Gutes wollten,
erstarben in dem Glutgeschwall,
Der Himmel, wo die Engel scholten,
wurde an dem Tage prall.

Und die Lore der Geschicht,
Die Erde übergibt sich nicht,
die Menschen, die in Gräben kübeln,
müssen andern nicht die Gräber dübeln.

Donnerstag, 20. August 2009

Gedicht des Tages #5

Aus aktuellen Gründen ein Bombengedicht.

Kawumm macht die Bombe,
und explodiert,
es entreißt mir die Plombe,
zu schnell masturbiert.

Der Unterschied zu Fellatio,
und einer gewöhnlichen Sprengung,
ist, dass bei Ratio,
es gibt eine Abtrennung.

Im gut sortierten Einzelhandel,
kann man weder Bomben,
noch Banane oder Mandel,
kaufen, oder auch Romben.

Geometrischer Terror wie,
im Osten früher, ohne Bananen,
und mit der RAF dem Vieh,
muss man sein Leben planen.

Plötzlich ist man aufgeflogen,
in die Luft geflogen, wogen,
meine Glieder schön Wind,
weil sie mir zerrissen sind.

Der Übeltäter kichert sich,
eine Bemerkung in die Faust,
wird verhaftet, sicherlich,
und im Gefängnis haust.

Mich als Opfer kümmert wenig,
wie klinisch Präzisiv hygienisch,
ich gesprengt in Stücke flog,
als Yussuf um die Ecke bog.

Aber Frank und Yussuf oder Toni,
jeder Mensch ist Terrorist,
post Anschlag, schnell, besteig die Vroni,
so war der Mensch, und bleibt, und ist.

Mittwoch, 19. August 2009

Gedicht des Tages #4

Das Lied von Gustav ist ganz kurz,
wie ein schnellverdauter Furz,
und ergibt auch keinen Sinn,
weil ich ungelüstig bin.

Gibts nur zwei Verse, syntaxlos,
Gustav war ja schon so groß,
dann, einmal, fiel er auf die Nase,
und brach sich sein Nasenglase.

Dienstag, 18. August 2009

Gedicht des Tages #3

Hallo Leute, seid ihr ready für ein total crazy Gedicht? Das wird groovy!

So reden übrigens Politiker, die gerne die Stimme der Jugendlichen erhaschen wollen. Malu Dreyer, örtliche Politikerin, hat mir mal zu meinem 18. Geburtstag einen total geilen Brief geschrieben, wo sie meinte, dass sie die jungen Leute total gut versteht, und ja auch noch nicht so alt ist. Und wie sie da mit der Sprache kämpfte, tat sie mir schon ein bisschen Leid.

Ich weiß zum Beispiel, dass ich ab 30 nicht mehr cool bin. Gut, das war ich sowieso nie, aber ab 30 ist der Zug definitiv abgefahren. Und dann füge ich mich auch in mein Schicksal, zu einem alten Sack zu vegetieren, der mit den jungen Leuten nicht mehr mit halten kann.

Insgeheim macht mich das manchmal traurig, aber wenn ich im Bus sitze, und den kleinen Hoffnungen unserer Zukunft lausche, merke ich doch wieder, wie schnell man selbst mit seinen 22 Lenzen aus dem Jargon herauswächst. Mit 30 werd ich mich kaum anders fühlen. Aber solange hier noch ein crazy Gedicht:

Yeah! Ich bin alt, ein Opi,
der mault und meckert und flucht,
i don't feel very cope-y,
ich hab meine Brille gesucht.

Meine Augen welken dahin,
ein Schatten ohne Esprit,
weiß ich, dass ich bin,
es knackt auch langsam im Knie

Seid nett zu mir, ich gehe bald,
dahingerafft vom Leben,
wenn es warm ist, ist mir kalt,
ihr könnt Plakate kleben.

Ich lass mich beschimpfen, sage nix,
versuche nicht cool zu sein,
macht ihr das mal, ich kriegs,
nicht gebacken, Geriatriegestein.

Montag, 17. August 2009

Gedicht des Tages #2

Heute keine Lust auf Gedicht, also: Ein Gedicht darüber, dass ich keine Lust auf Gedichte hab. Total selbstreferenziell.


Ich hab keine Lust,
ein Gedicht zu schreiben,
ich habe Frust,
ich kann dich nicht leiden.

Verse gehn mir aufn den Sack,
reimen ist für Dödel,
ich denke heimlich *uck,
und meine ich verblödel.

Keine Moral, nur Häme,
hab ich für mein Gedicht,
und wenns im Fernsehn käme,
fänd ichs eher schlicht.

Deshalb jetz genug,
kein dichten, kein lug und trug,
zurück ans Zeichenbrett,
wenn ich bloß eins hätt.

Ende

Sonntag, 16. August 2009

Gedicht des Tages #1

Ich starte eine neue Rubrik: Das Gedicht des Tages.

Ab jetzt werde ich mich jeden Tag bemühen, ein Gedicht zu verfassen, das in Thematik und Länge variieren kann, aber nichtsdestotrotz nicht weniger toll und lesenswert wäre.

Den Anfang macht heute ein kleiner Vierzeiler und dann sehe ich mal wie es sich entwickelt.

*räusper*

Ich saß einmal in Zeites Schoß,
und dachte ich sei skrofulos.
Doch die Diagnose,
war eine ganz haltlose.


Dazu muss ich sagen, dass ich auf den ersten beiden Zeilen seit 3 Tagen sitze und sich der Rest minütlich ändert. Irgendwer hat mal gesagt, wenn man gut ist, fängt man die Quintessenz einer Begebenheit in 4 Zeilen ein. Offensichtlich muss ich noch dran arbeiten.

Donnerstag, 13. August 2009

Ein Kaffee-Gedicht

Lieber Kaffee, ich bin's wieder,
ich bin ein wenig träge,
zusammen kleben meine Lieder,
deshalb dacht' ich fräge,

ich mal den Kaffee, den Braunen,
ob er mir was empfiehlt,
etwas tolles, was mit staunen,
meinen Müdigkeit stiehlt.

Koffein, Zitterhände,
leerer Magen schlecht,
meine Trägheit fände,
das echt Gerecht.

Und deshalb will ich munter sein,
tritt mir in den Arsch,
sieh mich an, du blödes Schwein,
du Kaffeeoligarch.

Ich brauche Energie ganz schnell,
fix muss die Brühe wirken,
dass munter ich mich hinne stell,
und Tanze unter Birken.

Nach der Arbeit natürlich,
wenn der Rausch verklingt,
und mein Tanzen kürlich,
dem Schlaf mich näher bringt.

Oh, tiefes Tal aus Koffeinentzug,
noch heute morgen, als ich nahm den Krug,
war mir wild ums Herzen,
nun tuen mir die Augen schmerzen.

Öffneteste du sie eben noch,
kleben sie nun stärker,
und alles Tunliche ist Joch,
ich armer Tagewerker.

Morgen seh'n wir uns auf's neue,
ich kann es kaum erwarten,
und wie, wenn ich es wieder reue,
wir beide in den Tage starten.

Für Kaffee.
Wir lieben dich!