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Samstag, 5. September 2009
Die Faszination der Datingseiten
Paradoxon: Menschen schreiben in ihren Profilen, dass sie nur Freundschaft suchen und nicht auf One Night Stands aus sind - haben aber eine Fotogalerie mit über 100 Bildern, wo sie auf jedem nackt zu sehen sind. Zufall?
Dienstag, 1. September 2009
Schauspielerin trägt tote Katze als Handtasche
Grade bei GMX gelesen, und natürlich der Aufreger schlechthin. Wenn es der Miezekatze an den Kragen geht, verstehen die Deutschen keinen Spaß mehr und halten sich auch mit Kommentaren nicht zurück.
Für solche Momente lebe ich: Morgens die Kommentare zum Artikel "Schauspielerin trägt tote Katze als Handtasche" lesen. Da offenbaren viele wie sie wirklich sind, was meist eher in Richtung doof tendiert. Das erinnerte nämlich mal eben schwer an die holländische Künstlerin Tinkebell (Katinka Simonsen), die ihre Katze auch zu einer Handtasche verarbeitet hat. Unter anderem. Sie hat auch noch andere Sachen gemacht, aber die lasse ich grade mal außen vor.
Sie wollte auf die Scheinheiligkeit vieler hinweisen, die jeden Tag Tiere konsumieren - in Form von Fleisch, Leder oder ä. - aber sich mit Frechheiten überschlagen, wenn eine Frau ihre Katze killt und ne hübsche Tasche draus macht. Das find ich gut, so sind nämlich die meisten Leute. Aber die Leute, die sowas machen, dann mit vulgären Ausdrücken gegen die Künstlerin wettern und aufrufen, sie zu ermorden, sind meist Menschen, die dem vollen Verständnis von Ironie nicht wirklich gewahr sind.
Sie müssten nämlich verstehen, dass sie doppelzüngige Nichtsnutze sind, was sie aber leider nicht tun. Und da trifft die Kunst leider auf Granit. Die Meisten Menschen haben recht ebene Horizonte, die ins zweidimensionale abgleiten. Darf Kunst alles?? Wo ziehen wir die Grenze?? Werden wir bald Menschen für die Kunst töten? Derlei Fragen werden dann gestellt.
Warum es so schlimm sein soll Menschen für die Kunst zu töten weiß ich noch nicht, immerhin besser als sie zum Spaß zu töten, was wir, ehrlich gesagt, ja sowieso jeden Tag tun. Manch Pistolenperforierter wäre vielleicht froh, wenn er von der Hand eines Künstlers gemeuchelt worden wäre, statt von jemandem mit einer schwarzen Skimaske. Aber das muss vorerst noch nicht sein. Aber als Gedanke zum festhalten reicht es allemal.
Jedenfalls ist von "Die Alte hat nen Hau und sollte schleunigst weg!" bis "Ihr esst jeden Tag unschuldige Tiere, denkt da mal drüber nach!" alles dabei. Es ist, wie so oft, schade, dass die realistische Auseinandersetzung mit einem Thema wie immer im Sumpf der political correctness ersäuft.
Für solche Momente lebe ich: Morgens die Kommentare zum Artikel "Schauspielerin trägt tote Katze als Handtasche" lesen. Da offenbaren viele wie sie wirklich sind, was meist eher in Richtung doof tendiert. Das erinnerte nämlich mal eben schwer an die holländische Künstlerin Tinkebell (Katinka Simonsen), die ihre Katze auch zu einer Handtasche verarbeitet hat. Unter anderem. Sie hat auch noch andere Sachen gemacht, aber die lasse ich grade mal außen vor.
Sie wollte auf die Scheinheiligkeit vieler hinweisen, die jeden Tag Tiere konsumieren - in Form von Fleisch, Leder oder ä. - aber sich mit Frechheiten überschlagen, wenn eine Frau ihre Katze killt und ne hübsche Tasche draus macht. Das find ich gut, so sind nämlich die meisten Leute. Aber die Leute, die sowas machen, dann mit vulgären Ausdrücken gegen die Künstlerin wettern und aufrufen, sie zu ermorden, sind meist Menschen, die dem vollen Verständnis von Ironie nicht wirklich gewahr sind.
Sie müssten nämlich verstehen, dass sie doppelzüngige Nichtsnutze sind, was sie aber leider nicht tun. Und da trifft die Kunst leider auf Granit. Die Meisten Menschen haben recht ebene Horizonte, die ins zweidimensionale abgleiten. Darf Kunst alles?? Wo ziehen wir die Grenze?? Werden wir bald Menschen für die Kunst töten? Derlei Fragen werden dann gestellt.
Warum es so schlimm sein soll Menschen für die Kunst zu töten weiß ich noch nicht, immerhin besser als sie zum Spaß zu töten, was wir, ehrlich gesagt, ja sowieso jeden Tag tun. Manch Pistolenperforierter wäre vielleicht froh, wenn er von der Hand eines Künstlers gemeuchelt worden wäre, statt von jemandem mit einer schwarzen Skimaske. Aber das muss vorerst noch nicht sein. Aber als Gedanke zum festhalten reicht es allemal.
Jedenfalls ist von "Die Alte hat nen Hau und sollte schleunigst weg!" bis "Ihr esst jeden Tag unschuldige Tiere, denkt da mal drüber nach!" alles dabei. Es ist, wie so oft, schade, dass die realistische Auseinandersetzung mit einem Thema wie immer im Sumpf der political correctness ersäuft.
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Mittwoch, 26. August 2009
Royston Gatzow
Ich hab grade eine Mail von einem gewissen "Royston Gatzow" bekommen. Enthalten war ein Link zu einer Online-Apotheke, bei der man heute günstig Viagra und Cialis im Duopack für nur etwas mehr als 54€ erstehen konnte.
Die Betreffzeile war aber das eigentlich kuriose. Da stand "Re: Penis Pill #1"
Das impliziert, dass ich dem guten Mann schonmal eine Mail geschickt hätte, mit dem Betreff Penis Pill #1 und er mir jetzt darauf antwortet. Dem war ja nich so. Das ist nur ein cleverer Trick, die Leute zum draufklicken zu bewegen, und es hat bei mir zumindest funktioniert.
Normalerweise ignorier ich solche Mails ja, aber heute wollte ich aus Neugier mal sehen, was Royston mir über die Penis Pille zu erzählen hat. Leider nix.
Die Betreffzeile war aber das eigentlich kuriose. Da stand "Re: Penis Pill #1"
Das impliziert, dass ich dem guten Mann schonmal eine Mail geschickt hätte, mit dem Betreff Penis Pill #1 und er mir jetzt darauf antwortet. Dem war ja nich so. Das ist nur ein cleverer Trick, die Leute zum draufklicken zu bewegen, und es hat bei mir zumindest funktioniert.
Normalerweise ignorier ich solche Mails ja, aber heute wollte ich aus Neugier mal sehen, was Royston mir über die Penis Pille zu erzählen hat. Leider nix.
Samstag, 22. August 2009
Leave it to the Politicians
Teilnehmer an der Blogparade sind ab heute "Woundlicker", mit ihrem Smashhit "Left to the Politicians", der sich gesellschaftskritisch mit der Demokratiefrage beschäftigt und Antworten auf Fragen gibt, die gestellt würden, wenn alle so politikbeflissen wären wie Woundlicker.

*Mit dem Bonustrack "Shall they be saved" feat. Vocals von Haut-Clocher
Das Duo Woundlicker, bestehend aus Saratoga "Suddy" Sudheim (31) und Daihatsu Rocky (24), sind das neue Phänomen der Szene. Sudheim, geboren 1978 in Hill City - Kansas, ist Bandleader an Keyboard und Synthesizer. Daihatsu Rocky (eig. Ladislav Kupkovic) ist Sänger und selbsternannter Beatmaster der Truppe. Kupkovic, geboren 1984 in Bratislava, kam mit 3 Jahren nach Amerika und traf dort Sudheim 2004 beim gemeinsamen jammen in einer Underground Bar in New York. Seit dem haben sich die Jungs auf TripHop eingeschossen und haben bereits große Erfolge als Vorgruppe der Thievery Corporation gefeiert. Das 2. Album "Left to the Politicians" kommt genau rechtzeitig zur Wirtschaftskrise und hat den Fokus der Öffentlichkeit auf die Beiden Musiker gelenkt, die nicht weniger wollen, als die Welt zu verändern.
"Left to the Policitians" ist die erste Singleauskopplung des gleichnamigen Albums und setzt gleich den Ton: Politiker woll'n nur euer Geld und ihr seid alle gefickt. Überwachung, Rettungspakete und Steuern; Ihr könnt dem System nicht entkommen. Ihr seid ihnen ausgeliefert. Sklaven in einem Schachspiel.
"Ihr habt es denen überlassen, jetzt müsst ihr in dem Bett liegen, das ihr euch gemacht habt" - hämt der zweideutige Titel, der provozieren und auch aufrütteln soll.

*Mit dem Bonustrack "Shall they be saved" feat. Vocals von Haut-Clocher
---- Bio ----
Das Duo Woundlicker, bestehend aus Saratoga "Suddy" Sudheim (31) und Daihatsu Rocky (24), sind das neue Phänomen der Szene. Sudheim, geboren 1978 in Hill City - Kansas, ist Bandleader an Keyboard und Synthesizer. Daihatsu Rocky (eig. Ladislav Kupkovic) ist Sänger und selbsternannter Beatmaster der Truppe. Kupkovic, geboren 1984 in Bratislava, kam mit 3 Jahren nach Amerika und traf dort Sudheim 2004 beim gemeinsamen jammen in einer Underground Bar in New York. Seit dem haben sich die Jungs auf TripHop eingeschossen und haben bereits große Erfolge als Vorgruppe der Thievery Corporation gefeiert. Das 2. Album "Left to the Politicians" kommt genau rechtzeitig zur Wirtschaftskrise und hat den Fokus der Öffentlichkeit auf die Beiden Musiker gelenkt, die nicht weniger wollen, als die Welt zu verändern.
"Left to the Policitians" ist die erste Singleauskopplung des gleichnamigen Albums und setzt gleich den Ton: Politiker woll'n nur euer Geld und ihr seid alle gefickt. Überwachung, Rettungspakete und Steuern; Ihr könnt dem System nicht entkommen. Ihr seid ihnen ausgeliefert. Sklaven in einem Schachspiel.
"Ihr habt es denen überlassen, jetzt müsst ihr in dem Bett liegen, das ihr euch gemacht habt" - hämt der zweideutige Titel, der provozieren und auch aufrütteln soll.
Sonntag, 16. August 2009
Verworfene Konzepte
Ich hab gestern überlegt, meinem Blog ein wenig mehr Traffic zu verschaffen.
Ich wollte einfach eine schnieke Liste von Signalwörtern zusammenstellen, im Sinne von:
cock - tits - fuck - dick - pussy - lick etc.
Nur, dann fiel mir auf, was ich mir damit ins Haus holen würde; Ein Klientel, das vermutlich überhaupt nicht an meinem Leben, bzw. meinen Gedanken interessiert ist, sondern eher an ... naja ... siehe oben. Also fuck und so.
Deutsch könnten die sicher auch nicht, und wenn doch, dann wäre der Anteil derer, die Deutsch sprechen, sicher vernachlässigbar - marginaler Rechenfehler, Streuung, verrutschter Pixel im Exel Diagramm. Sprich nicht vorhanden.
ficken will ich aber nicht schreiben, da schäme ich mich. Natürlich mache ich das jetzt alles trotzdem, was das paradoxe an der Sache ist, aber zuviel Aufwand von mir verlangen würde, einen Beitrag zu schreiben, in dem ich die Wörter nicht erwähne. Dann müsste ich sie umschreiben, und das dauert mir zu lange. Es wurde jetzt ungewollt plakativ, aber ist das nicht die wahre Kunst das Schreibens?
Oh du holde Singularität der Widersprüche
Ich wollte einfach eine schnieke Liste von Signalwörtern zusammenstellen, im Sinne von:
cock - tits - fuck - dick - pussy - lick etc.
Nur, dann fiel mir auf, was ich mir damit ins Haus holen würde; Ein Klientel, das vermutlich überhaupt nicht an meinem Leben, bzw. meinen Gedanken interessiert ist, sondern eher an ... naja ... siehe oben. Also fuck und so.
Deutsch könnten die sicher auch nicht, und wenn doch, dann wäre der Anteil derer, die Deutsch sprechen, sicher vernachlässigbar - marginaler Rechenfehler, Streuung, verrutschter Pixel im Exel Diagramm. Sprich nicht vorhanden.
ficken will ich aber nicht schreiben, da schäme ich mich. Natürlich mache ich das jetzt alles trotzdem, was das paradoxe an der Sache ist, aber zuviel Aufwand von mir verlangen würde, einen Beitrag zu schreiben, in dem ich die Wörter nicht erwähne. Dann müsste ich sie umschreiben, und das dauert mir zu lange. Es wurde jetzt ungewollt plakativ, aber ist das nicht die wahre Kunst das Schreibens?
Oh du holde Singularität der Widersprüche
Samstag, 15. August 2009
Glenn Beck and the Healthcare Nazis
Dass die Demokraten in Amerika Babys töten wollen, Weihnachten lieber komplett gestrichen sähen, und der Sodomie nicht abgeneigt sind, das weiß jeder Republikaner. Glenn Beck weiß aber auch, dass Obamas universelle Krankenversicherung noch viel schlimmer ist. Mit der Einführung von so genannten "Death Panels", werden Bürokraten bestimmen, ob Oma weiterleben darf, oder ob sie eine Belastung für die Gesellschaft ist, und den Gnadenschuss bekommt.
Jetzt schlägt Obama allerdings völlig über die Stränge, denn er will auch Behinderte töten lassen. Ja, richtig, denn behinderte Menschen liegen dem Staat nur auf der Tasche, und tragen nichts bei. Damit könnte er durchaus die Herrenrasse erschaffen, wie Glenn Beck hier anschaulich mit hübschen Nazivergleichen illustriert.
Bei dem Beitrag fiel mir gleich das alte Gedankenspiel ein, dass Mozarts Eltern auch taub, blind, blöd und syphilliszerfressen waren, und eigentlich nie hätten Kinder zeugen sollen. Aber oh Schreck, durch Zufall kam der kleine Amadeus auf die Welt, der nicht nur kein einziges genetisches Laster geerbt hatte, sondern auch ein Musikgenie war. Das dem natürlich nie so war, und die Geschichte frei erfunden ist, weiß man mittlerweile.
Es veranschaulicht allerdings das schöne Konzept der genetischen Beratung, die heute Angeboten wird. Natürlich freiwillig. Auch wenn man vererbbare Krankheiten hat, kann einem der Arzt nicht verbieten sich fortzupflanzen. Aber genau das will Obama machen, wie es die Nazis damals gemacht haben, um die schwachen Glieder in der Kette zu eliminieren. Ein Skandal.
Der Beweis?
Hier. Obamas Health Care Logo.
Und sieht das nicht fast so aus, wie das Symbol der Nazis? Also ich bin vollends überzeugt!
Jetzt schlägt Obama allerdings völlig über die Stränge, denn er will auch Behinderte töten lassen. Ja, richtig, denn behinderte Menschen liegen dem Staat nur auf der Tasche, und tragen nichts bei. Damit könnte er durchaus die Herrenrasse erschaffen, wie Glenn Beck hier anschaulich mit hübschen Nazivergleichen illustriert.
Bei dem Beitrag fiel mir gleich das alte Gedankenspiel ein, dass Mozarts Eltern auch taub, blind, blöd und syphilliszerfressen waren, und eigentlich nie hätten Kinder zeugen sollen. Aber oh Schreck, durch Zufall kam der kleine Amadeus auf die Welt, der nicht nur kein einziges genetisches Laster geerbt hatte, sondern auch ein Musikgenie war. Das dem natürlich nie so war, und die Geschichte frei erfunden ist, weiß man mittlerweile.
Es veranschaulicht allerdings das schöne Konzept der genetischen Beratung, die heute Angeboten wird. Natürlich freiwillig. Auch wenn man vererbbare Krankheiten hat, kann einem der Arzt nicht verbieten sich fortzupflanzen. Aber genau das will Obama machen, wie es die Nazis damals gemacht haben, um die schwachen Glieder in der Kette zu eliminieren. Ein Skandal.
Der Beweis?
Hier. Obamas Health Care Logo.Und sieht das nicht fast so aus, wie das Symbol der Nazis? Also ich bin vollends überzeugt!
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Freitag, 14. August 2009
Spinnensex
Ich bin nicht allein auf der Welt!
Die beiden Torfnasen von Big Brother wissen auch nicht, wie Spinnen Sex haben. Oder was sie essen, oder woher ihr Netz kommt. Aber ich fühle mich trotzdem ein bisschen bestätigt in meinen Überlegungen, dass Geschlechtsverkehr zwischen Spinnen nicht zum Allgemeinwissen zählt
(ab 2:13)
Die beiden Torfnasen von Big Brother wissen auch nicht, wie Spinnen Sex haben. Oder was sie essen, oder woher ihr Netz kommt. Aber ich fühle mich trotzdem ein bisschen bestätigt in meinen Überlegungen, dass Geschlechtsverkehr zwischen Spinnen nicht zum Allgemeinwissen zählt
(ab 2:13)
Donnerstag, 13. August 2009
Stracciatella
Müssen italienische Eisdealer eigentlich Abends weinen, weil die Deutschen den ganzen Tag über "Schtratziatella" bestellen? Ich mach das ja auch, und ich würde mich als Vertreter einer so melodiösen Sprachen ein bisschen vergewaltigt fühlen, wenn in so harschem Ton Eis bestellt würde.
Ich vermute einfach, dass sich die Deutschen für ihre italienische Aussprache schämen. Komischerweise schämt sich aber niemand, Fremdwörter derart bratzig auszusprechen.
Wenn plötzlich jemand in der Eisdiele "Stracciatella" bestellt, würden sicher Alle, die in der Schlange dahinter stehen, blöd gucken. Diese Business-Tussis, die keine Zeit haben, und diese christlichen Jugendtouristen, die sich den Dom hier anschauen und dann ein Eis bestellen. Es wird genervt geguckt, oder sich untereinander glucksende Blicke zugeworfen, weil ein Deutscher versucht Italienisch zu sprechen.
Dass weibliche BWL-Studenten in Hosenanzügen in der Mittagspause Eis kaufen gehen, erhitzt die Gemüter viel weniger. BWL-Studenten haben die Unart, sich schon während dem Studium so zu kleiden, als wären sie Vorstand von VW. Rosa Hemden mit hochgestelltem Kragen, die Weiber im Businesslook und ständig wird eine Aktentasche über den Campus getragen, weil man sich zu fein ist, die Hausaufgaben in einer Umhängetasche zu transportieren. Die sind so important, dass sie auch immer am mobilen Telefon hängen, und sich, während sie Schtratziatella bestellen, mit Leuten verkrachen.
So Leute sind dann auch leicht genervt, wenn man ihre Zeit verschwendet, mit Eis auf italienisch bestellen.
Ich vermute einfach, dass sich die Deutschen für ihre italienische Aussprache schämen. Komischerweise schämt sich aber niemand, Fremdwörter derart bratzig auszusprechen.
Wenn plötzlich jemand in der Eisdiele "Stracciatella" bestellt, würden sicher Alle, die in der Schlange dahinter stehen, blöd gucken. Diese Business-Tussis, die keine Zeit haben, und diese christlichen Jugendtouristen, die sich den Dom hier anschauen und dann ein Eis bestellen. Es wird genervt geguckt, oder sich untereinander glucksende Blicke zugeworfen, weil ein Deutscher versucht Italienisch zu sprechen.
Dass weibliche BWL-Studenten in Hosenanzügen in der Mittagspause Eis kaufen gehen, erhitzt die Gemüter viel weniger. BWL-Studenten haben die Unart, sich schon während dem Studium so zu kleiden, als wären sie Vorstand von VW. Rosa Hemden mit hochgestelltem Kragen, die Weiber im Businesslook und ständig wird eine Aktentasche über den Campus getragen, weil man sich zu fein ist, die Hausaufgaben in einer Umhängetasche zu transportieren. Die sind so important, dass sie auch immer am mobilen Telefon hängen, und sich, während sie Schtratziatella bestellen, mit Leuten verkrachen.
So Leute sind dann auch leicht genervt, wenn man ihre Zeit verschwendet, mit Eis auf italienisch bestellen.
Dummer Messerschmied
Bei Galileo wurde grade Michael Dummer, seines Zeichens Messerschmied, zum Kauf von qualitativ hochwertigen Messern als Berater hinzu gezogen. Dabei fiel mir auf, das wir uns wieder viel öfter über lustige Nachnamen amüsieren sollten.
Haha, Dummer!
Haha, Dummer!
Das geheime Schreibtischland
Ich habe jetzt seit 314 Tagen nicht mehr bei mir hinterm Schreibtisch gesaugt. Genauer gesagt seit dem 3. Oktober 2008, an dem ich in meine neue Wohnung gezogen bin.
Ritzen, wie die zwischen Wand und Schreibtisch, sind für mich generell vernachlässigbar. Aber nicht, weil mir das irgendwie Spaß macht, sondern weil die Säuberung immer mit soviel Aufwand verbunden ist. Ich muss dann meinen PC wegräumen, die Schubladen leeren, das Teil rüber schieben und dann muss ich mich auf alle Viere verlassen und wie ein devotes Hausfräulein die Teppichleiste swiffern.
Das wäre auch noch kein Problem, ich kann mich ja ganz toll anpassen, wenns auch mal so um Arbeit geht und so, aber eine Sache treibt mich in Ekel hinfort von hinterm Schreibtisch:
Spinnen.
Garstige Spinnen, die in meiner Wohnung residieren und sich in Zimmerecken und Lampenschirmen vernetzen. Weil Spinnen so nomadisch veranlagt sind, hat man selbst mit nur einer Spinne im Haus, nach spätestens 2 Wochen, schon wieder 4 verlassene Netze rumfliegen. Manche sind architektonisch beeindruckend, andere baumeln von der Decke, und wiegen sanft im Winde. Das sind dann fast therapeutische Anblicke, aber trotzdem muss das Zeug weg.
Ich traue mich ja teilweise nicht mal mehr aus der Wohnung, weil im Hausgang dermaßen viele Spinnen - meist dünne aber eine besonders fleischige - sitzen, und mir eine davon neulich glatt ein Netz quer über die Haustür gesponnen hat. Wenn man morgens schon beim verlassen der Wohnungstür Spinnenfäden im Gesicht hat, dann ist der Tag verloren. Danach kann nur noch das Unheil daher gestöckelt kommen und einem gefühlskalt in die Eier treten. So schlimm wars dann nicht, aber theoretisch wäre das möglich gewesen.
Was mich also zu meinem Schreibtisch zurück bringt. Ich befürchte, dass sich dahinter irgendwann einmal zwei Spinnen einnisten, die sich auf den ersten Blick so total sympathisch sind und dann Spinnensex miteinander machen. Also ... jetzt wollte ich Spinnensex erklären, ich weiß aber nicht wie das geht. Es mag sich jeder selbst vorstellen. Jedenfalls würden die dann hinter meinem Schreibtisch ein Nest bauen, ein großes, rundes, cocon-ähnliches Gewirr aus Seidenfäden, in dem, zu tausenden, neue Spinnen heranwachsen. Wie im Film "Arachnophobia". Und Nachts würde das Nest dann mit einem Knacken aufbrechen, und sich eine Horde hungriger, kleiner Biester auf den Teppich ergießen. Da bin ich hoffentlich im Schlafzimmer und hab die Tür zu.
Nur komme ich dann nicht mehr an mein Telefon, und muss vermutlich aus dem Schlafzimmerfenster klettern. Da macht sich Parterre nochmal bezahlt.
Darüber denke ich Nachts nach, wenn ich nicht schlafen kann. Und ich versuche dann wenigstens mit dem Staubsauger so weit unter den Schreibtisch zu kommen, wie es die Querverstrebung zulässt, auf der mein Drucker vor sich dahinstaubt und an der ich mir immer die Knöchel blutergüssig stoße. Dabei erwische ich gefühlte 50% Schmutz;
Ein Teil wird eingesaugt, den Anderen schiebe ich noch weiter rein. Ab und an fallen mir auch mal leere Blätter hinter den Schreibtisch. Eine Haselnuss, ein Seidenbeutel, die Plastikverpackung von Tempotaschentüchern und ein grüner, wasserfester CD-Marker. Eine Rosine auch schon. Vom Studentenfutter. Dekoriert wäre es auf jedenfall, und vielleicht verscheucht die Vibration vom anditschenden Staubsauger die Tierchen ja. *dock dock*
Ritzen, wie die zwischen Wand und Schreibtisch, sind für mich generell vernachlässigbar. Aber nicht, weil mir das irgendwie Spaß macht, sondern weil die Säuberung immer mit soviel Aufwand verbunden ist. Ich muss dann meinen PC wegräumen, die Schubladen leeren, das Teil rüber schieben und dann muss ich mich auf alle Viere verlassen und wie ein devotes Hausfräulein die Teppichleiste swiffern.
Das wäre auch noch kein Problem, ich kann mich ja ganz toll anpassen, wenns auch mal so um Arbeit geht und so, aber eine Sache treibt mich in Ekel hinfort von hinterm Schreibtisch:
Spinnen.
Garstige Spinnen, die in meiner Wohnung residieren und sich in Zimmerecken und Lampenschirmen vernetzen. Weil Spinnen so nomadisch veranlagt sind, hat man selbst mit nur einer Spinne im Haus, nach spätestens 2 Wochen, schon wieder 4 verlassene Netze rumfliegen. Manche sind architektonisch beeindruckend, andere baumeln von der Decke, und wiegen sanft im Winde. Das sind dann fast therapeutische Anblicke, aber trotzdem muss das Zeug weg.
Ich traue mich ja teilweise nicht mal mehr aus der Wohnung, weil im Hausgang dermaßen viele Spinnen - meist dünne aber eine besonders fleischige - sitzen, und mir eine davon neulich glatt ein Netz quer über die Haustür gesponnen hat. Wenn man morgens schon beim verlassen der Wohnungstür Spinnenfäden im Gesicht hat, dann ist der Tag verloren. Danach kann nur noch das Unheil daher gestöckelt kommen und einem gefühlskalt in die Eier treten. So schlimm wars dann nicht, aber theoretisch wäre das möglich gewesen.
Was mich also zu meinem Schreibtisch zurück bringt. Ich befürchte, dass sich dahinter irgendwann einmal zwei Spinnen einnisten, die sich auf den ersten Blick so total sympathisch sind und dann Spinnensex miteinander machen. Also ... jetzt wollte ich Spinnensex erklären, ich weiß aber nicht wie das geht. Es mag sich jeder selbst vorstellen. Jedenfalls würden die dann hinter meinem Schreibtisch ein Nest bauen, ein großes, rundes, cocon-ähnliches Gewirr aus Seidenfäden, in dem, zu tausenden, neue Spinnen heranwachsen. Wie im Film "Arachnophobia". Und Nachts würde das Nest dann mit einem Knacken aufbrechen, und sich eine Horde hungriger, kleiner Biester auf den Teppich ergießen. Da bin ich hoffentlich im Schlafzimmer und hab die Tür zu.
Nur komme ich dann nicht mehr an mein Telefon, und muss vermutlich aus dem Schlafzimmerfenster klettern. Da macht sich Parterre nochmal bezahlt.
Darüber denke ich Nachts nach, wenn ich nicht schlafen kann. Und ich versuche dann wenigstens mit dem Staubsauger so weit unter den Schreibtisch zu kommen, wie es die Querverstrebung zulässt, auf der mein Drucker vor sich dahinstaubt und an der ich mir immer die Knöchel blutergüssig stoße. Dabei erwische ich gefühlte 50% Schmutz;
Ein Teil wird eingesaugt, den Anderen schiebe ich noch weiter rein. Ab und an fallen mir auch mal leere Blätter hinter den Schreibtisch. Eine Haselnuss, ein Seidenbeutel, die Plastikverpackung von Tempotaschentüchern und ein grüner, wasserfester CD-Marker. Eine Rosine auch schon. Vom Studentenfutter. Dekoriert wäre es auf jedenfall, und vielleicht verscheucht die Vibration vom anditschenden Staubsauger die Tierchen ja. *dock dock*
Samstag, 11. April 2009
31/8
Als ich neulich, wegen menschlichen Schadens auf der Schiene, nach Dresden wollte aber in Leipzig notwassern musste, setzte ich mich kurzerhand in die Lounge der Bahn. Auf den ungemütlichen Sesseln wird einem der Weiterreiseimpuls quasi in den Podex implementiert und nach ein paar kostenlosen Pepsis fuhr auch schon der Anschlusszug gen Dresden. Da das mein letzter Zug für den Tag war, hatte ich das erste Klasse Ticket nochmal auf Teufel komm raus ausgereizt, bis mich die Bahnfrau hinter dem Tresen böse anguckte und mit einem Locher wedelte. "Aber das gönnst du dir noch.", dachte ich so bei mir, schließlich war ich zwei Stunden länger unterwegs als geplant, hatte mehrere Züge nicht erwischt wegen besagtem Lebensmüden und war fast über Land verschütt gegangen, so unbekannt waren mir die Stationen, an denen der Ersatzzug hielt. Eisenach. Jena. Kannte ich alles nicht. Würde mich aber jemand fragen, könnte ich mit Stolz behaupten, dass ich schon einmal in Jena, ja sogar in Eisenach gewesen bin. Ob mir das jemals das Leben retten sollte, muss ich wohl abwarten, aber man weiß ja nie wann man einmal von einem geographiesüchtigen Mann von Welt gefangen gehalten und auf böse Weise mit Fragen gelöchert wird. Sollte man eine nicht beantworten, wird man mit einem Messer gelöchert. Da mein Wissen über die deutsche Landschaft verhalten ist, vermag mir zu hoffen übrig bleiben, meine Antwort Jena oder wahlweise Eisenach, ist die Antwort auf die Frage die meinem Tode entgegenwirken könnte.
Soviele Männer von Welt sind heutzutage aber anderweitig beschäftigt, dass sie garnicht die Zeit haben Unkundige mit Messern zu perforieren. Die abkömmliche Hälfte ist damit beschäftigt in Zugabteilen rumzustehen und zu erschricken, wenn sich die automatische Abteiltür schließt, zwischen der sie sich kurz vor dem Aussteigen mit ihrem wuchtigen Gepäck platziert haben. Ich habe einmal einer alten Dame aus dem Zug geholfen, die hatte dermaßen wuchtiges Gepäck, dass ich mich gefragt habe was da wohl drinne ist. Da ich selber schon immer mit zuviel Klimbim verreise, war mir rätselhaft was ein altes Ömchen in einem Koffer meiner Größe transportieren sollte. Stützstrümpfe und Taschengeld für die Enkel, vielleicht sogar eine Kombination, gegossen zu expressionistischen Büsten mithilfe von Beton und einem Marmorschild, auf dem steht "Oma hat euch lieb." Derlei könnte man tatsächlich mit sich rumschleppen, muss aber damit rechnen beim verlassen des Zugs einen Freiflug auf den Bahnsteig einzulösen. Ich trug der alten Dame also ihre Büsten, die betonierten, aus dem Zug, sie bedankte sich und ging ihres Weges. Meine eigene Oma hat öfter die Angewohntheit, bereits ihre Engelsflügel herbei zu reden, die sie einmal im Tode tragen möchte. "Dann fliegt eure Oma davon!", sagt sie dann immer, und ich antworte jedesmal: "Ja, die Treppe runter.", woraufhin sie sich ein wenig freut und lacht. Einer der wenigen Witze, die nie alt werden, man muss ihn nur mit genug Überdruß vortragen und schon klingt er fast famos.
Als ich aber noch nicht in Eisenach war, fielen mir die lustigen Schilder in den Bahnhöfen auf, die immer an den Gleisen stehen und vor sich hin predigen, was nur den wenigsten Verständlich sein dürfte. Ich wollte eigentlich erst recherchieren bevor ich darüber schreibe, das erschien mir aber langweilig, die Bedeutung ist vermutlich fad. Also überlegte ich, was es denn mit 31/8 auf sich haben könnte. Vielleicht ein Binomialkoeffizient, der bei genauer Berechnung die restliche Wegstrecke offenbaren würde, die ich noch zurücklegen musste. Ich hatte allerdings keinen Taschenrechner anbei und die Zahl war vermutlich fürs Kopfrechnen zu sperrig. Vielleicht war die 8, im asiatischen Raum die Zahl des Glücks, ein Bote von nahendem Glück, für Zug und Gäste, die an diesem Tag noch wenig Glück hatten. 8 ist auch ein Symbol für die Ewigkeit, woraus ich schloss, dass in 31 Kilometern das ewig andauernde Glück beginnen sollte, sprich der Himmel würde sich auftun, meine Oma würde vorbeifliegen und alle Sorgen wären vergessen. Aber dann wars doch nur Eisenach.
Das ist die Geschichte, wie ich lernte, Eisenach zu verachten.
Soviele Männer von Welt sind heutzutage aber anderweitig beschäftigt, dass sie garnicht die Zeit haben Unkundige mit Messern zu perforieren. Die abkömmliche Hälfte ist damit beschäftigt in Zugabteilen rumzustehen und zu erschricken, wenn sich die automatische Abteiltür schließt, zwischen der sie sich kurz vor dem Aussteigen mit ihrem wuchtigen Gepäck platziert haben. Ich habe einmal einer alten Dame aus dem Zug geholfen, die hatte dermaßen wuchtiges Gepäck, dass ich mich gefragt habe was da wohl drinne ist. Da ich selber schon immer mit zuviel Klimbim verreise, war mir rätselhaft was ein altes Ömchen in einem Koffer meiner Größe transportieren sollte. Stützstrümpfe und Taschengeld für die Enkel, vielleicht sogar eine Kombination, gegossen zu expressionistischen Büsten mithilfe von Beton und einem Marmorschild, auf dem steht "Oma hat euch lieb." Derlei könnte man tatsächlich mit sich rumschleppen, muss aber damit rechnen beim verlassen des Zugs einen Freiflug auf den Bahnsteig einzulösen. Ich trug der alten Dame also ihre Büsten, die betonierten, aus dem Zug, sie bedankte sich und ging ihres Weges. Meine eigene Oma hat öfter die Angewohntheit, bereits ihre Engelsflügel herbei zu reden, die sie einmal im Tode tragen möchte. "Dann fliegt eure Oma davon!", sagt sie dann immer, und ich antworte jedesmal: "Ja, die Treppe runter.", woraufhin sie sich ein wenig freut und lacht. Einer der wenigen Witze, die nie alt werden, man muss ihn nur mit genug Überdruß vortragen und schon klingt er fast famos.
Als ich aber noch nicht in Eisenach war, fielen mir die lustigen Schilder in den Bahnhöfen auf, die immer an den Gleisen stehen und vor sich hin predigen, was nur den wenigsten Verständlich sein dürfte. Ich wollte eigentlich erst recherchieren bevor ich darüber schreibe, das erschien mir aber langweilig, die Bedeutung ist vermutlich fad. Also überlegte ich, was es denn mit 31/8 auf sich haben könnte. Vielleicht ein Binomialkoeffizient, der bei genauer Berechnung die restliche Wegstrecke offenbaren würde, die ich noch zurücklegen musste. Ich hatte allerdings keinen Taschenrechner anbei und die Zahl war vermutlich fürs Kopfrechnen zu sperrig. Vielleicht war die 8, im asiatischen Raum die Zahl des Glücks, ein Bote von nahendem Glück, für Zug und Gäste, die an diesem Tag noch wenig Glück hatten. 8 ist auch ein Symbol für die Ewigkeit, woraus ich schloss, dass in 31 Kilometern das ewig andauernde Glück beginnen sollte, sprich der Himmel würde sich auftun, meine Oma würde vorbeifliegen und alle Sorgen wären vergessen. Aber dann wars doch nur Eisenach.
Das ist die Geschichte, wie ich lernte, Eisenach zu verachten.
Freitag, 10. April 2009
Griesgrämiges Grüngrillen
Wenn, nach einem langen Winter, endlich wieder einmal die Sonne ihrer kuschligen Wiege entrinnt und sich dazu herablässt die Untengebliebenen zu bescheinen, feuert sich in Deutschland der Grundgedanke von Speisenverzehr au naturel an. Unförmige Eisengetüme, die nicht damit belästigt werden konnten im Jahre 2009 aus Verbundmaterial angefertigt worden zu sein, werden in die Garten gerückt und der Deutsche grillt.
Kein Brauch der Dusselgesellschaft voll einfältiger Schnösel nervt so sehr wie das Grillen, das Nachbarn olfaktorisch belästigt und bei allen umstehenden Krebs verursacht. Wo der Thrill liegen soll, sein Essen, anstatt spießbürgerlich am heimischen Tisch, im Freien zwischen Gewürm und Gestrüpp einzunehmen, ist eines der Geheimnisse, das die Menschheit nie zu lösen auch nur träumen kann. Auf der Liste von Geheimnissen, die nie dem kollektiven Verstand von verständnisvoll gebildeten Menschen begreiflich sein werden, rangiert das Mysterium des Grilldrangs in den Top 10 mit Konsorten wie dem Ursprung des Universums und der Frage, warum fremde Menschen immer an Tagen anrufen, an denen man beschlossen hat sich des besseren Wissens zum trotz nicht totzustellen und das Telefon jauchzend und mit freudigem Ton zu beantworten. Auf die Nachricht, der Mensch am anderen Ende sei ja gar niemand, den man kenne, reagiert man mit Resignation und verfällt in depressive Untiefen. Gleichzeitig schalmeit es aus den Gärten der Umgebung vor super Liedern, bei denen sich niemand die Mühe gemacht hatte sie vorher lyrisch zu Vergwaltigen, mit künstlerischem Anspruch zu schwängern um als Frucht der melodiösen Lende letztendlich eine harmonische Liedelei zu gebähren.
Während ich also zuhause sitze, vor Unverständnis über den vergangen Telefon faux-pas sinniere und auf ein Zeichen von positivem Lebensglück warte, kann ich mich nur an den Singsang des betrunkenen Grillvolkes anlehnen. In einem bösartigen Watschen, das mir Mütterchen Schicksal öfters mit roher Ignoranz für meine feinfühlige Natur aufs Gesicht zauberte, kommen schönes Wetter und Menschen, die ihr Haus auf der Suche nach Feuer verlassen, immer in einem hübsch geschnürten Paket. Ich weiß also nie so Recht, ob ich freudig den Sommer begrüßen, oder mich über die Nebenwirkungen echauffieren sollte. Wenn die Temperaturen gefährlich dem Siedepunkt sich anzunähern schicken, kann man sich ohnehin mit Lust am Sein des Echauffierens beherrschen und die fünfe Grade sein lassen. Welche Fünfe das sind, wird nicht genau verraten. Der Fünfe gibt es Finger, diese allerdings den ganzen Tag in einer geraden Position halten zu müssen geht auf die Gelenke und in der unbeleuchteten, spinnenbehangenen Ecke kichert schon diabolisch die Arthritis.
Besagte Zeitgenössen haust, wie ich glaube, ohnehin schon in meinem linken Zeigefinger. Dieser ist vom dauernden Pakete kleinrupfen bereits welk geworden, versagt den Dienst und schmerzt beim Aufdrehen von Getränkeflaschen. Falls mich die Arthritis also dahin raffen sollte, ich dem Durst erliege und meine Nieren explodieren bin ich zumindest Gewiss, dass es meinem Wohlergehen geschuldet war. Ich kann nämlich keinen Grill nach draußen schleppen, selbst wenn ich wollte. Diese Facette der menschlichen Experience entzieht sich meinem Horizont auf schelmische Weise immer wieder, weshalb mich im inneren der Neid auf draußen grillfrohe Zeitgenossen zerfrisst. Niemand sollte in einer Welt leben müssen, in der Gelenkschmerzen einen Menschen hindern, ein Mensch zu sein! Befreit euch von den Ketten des Verfalls, singt drinnen fröhliche Lieder und zündelt was die Zündelhölzer hergeben. Was nicht heißen soll, dass ich dazu aufrufe Gebäude abzufackeln, das wäre sicherlich garstig und sollte im Optimalfall vermieden werden, die Ozonschicht leidet bereits unter brennendem Regenwald und Kühen, die Methangas flatulieren.
Schuld ist natürlich die Konsumgesellschaft. Nirgends werden soviele Kühe konsumiert und gepflegt wie in der Konsumgesellschaft. Früher kannte man nur Kühe vom Lande und in der Stadt standen alte Menschen und verpesteten die Luft mit griesgrämigem Kriegsgelaber. Wenn ich also unverhohlen, wie ich mich gern gebe, einmal an alle Kühe denke, die auf den Grills der Grillgesellschaft vor sich hinschmoren, Kohlendioxid an die Luft abtreten und pre mortum noch furzend auf der Weide standen, ergibt sich für mich ein Bild des Leids, des Schocks, des ungebremsten empörtseins wie es nur Politiker kennen müssen. Wer grillt, killt. Die Welt. Dass die beiden Worte derart gleich klingen kann also kein Zufall sein, es kommt nur zusammen was von je her zusammengehörte.
Ich sehe dem Unheil, dass an der Welt verbrochen wird von drinnen zu und rufe hinaus:
"Nein! Nicht die schöne Erde! Sie ist doch noch so jung und schön!",
aber niemand will mich hören. Da wir wissen, dass das Universum 13,7 Milliarden Jahre alt ist, die Erde aber nicht, wissen wir, dass die Erde noch relativ jung ist, ergo ist sie auch schön, wurde sie doch dem ergreisen noch nicht ausgesetzt und widersetzt sich auch erfolgreich all den wundersam riechenden alten Mensch die auf ihr Leben. Würden Rentner auf unserem Rücken stehen und sich ohne unterlass beschweren, warum denn immerwieder junge Menschen auf ihrem Rasen spielten, wären wir vor Gram bereits ins letzte Trimester unserer Lebensspanne geflutscht. Nun sitze ich also drinnen, halte die Unholde nicht von ihrem bösen Treiben ab, kann aber behaupten, dass ich als ängstliches Würstchen mit Mitbewohnerin Arthritis auch nich teilnehme an der Zerstöung unseres Lebensraums. Vielleicht verdienen mehr Deutsche im Sommer Anrufe von unbekannten Menschen, die sie in Trauertäler von Selbstzweifel stürzen, was hieße, sie täten das Haus nicht verlassen und die Welt in den Abgrund grillen. Ich bin dafür, dass Bund und Länder für weitere Studien Fördergelder bereit halten und sich neben dem Umstieg auf grüne Energie auch meine Idee einmal anhören sollten. Die falsch Verbundenen der Nation gehören als das gefeiert, was sie sind: Helden der Neuzeit. Unsere Kinder werden es ihnen danken.
Kein Brauch der Dusselgesellschaft voll einfältiger Schnösel nervt so sehr wie das Grillen, das Nachbarn olfaktorisch belästigt und bei allen umstehenden Krebs verursacht. Wo der Thrill liegen soll, sein Essen, anstatt spießbürgerlich am heimischen Tisch, im Freien zwischen Gewürm und Gestrüpp einzunehmen, ist eines der Geheimnisse, das die Menschheit nie zu lösen auch nur träumen kann. Auf der Liste von Geheimnissen, die nie dem kollektiven Verstand von verständnisvoll gebildeten Menschen begreiflich sein werden, rangiert das Mysterium des Grilldrangs in den Top 10 mit Konsorten wie dem Ursprung des Universums und der Frage, warum fremde Menschen immer an Tagen anrufen, an denen man beschlossen hat sich des besseren Wissens zum trotz nicht totzustellen und das Telefon jauchzend und mit freudigem Ton zu beantworten. Auf die Nachricht, der Mensch am anderen Ende sei ja gar niemand, den man kenne, reagiert man mit Resignation und verfällt in depressive Untiefen. Gleichzeitig schalmeit es aus den Gärten der Umgebung vor super Liedern, bei denen sich niemand die Mühe gemacht hatte sie vorher lyrisch zu Vergwaltigen, mit künstlerischem Anspruch zu schwängern um als Frucht der melodiösen Lende letztendlich eine harmonische Liedelei zu gebähren.
Während ich also zuhause sitze, vor Unverständnis über den vergangen Telefon faux-pas sinniere und auf ein Zeichen von positivem Lebensglück warte, kann ich mich nur an den Singsang des betrunkenen Grillvolkes anlehnen. In einem bösartigen Watschen, das mir Mütterchen Schicksal öfters mit roher Ignoranz für meine feinfühlige Natur aufs Gesicht zauberte, kommen schönes Wetter und Menschen, die ihr Haus auf der Suche nach Feuer verlassen, immer in einem hübsch geschnürten Paket. Ich weiß also nie so Recht, ob ich freudig den Sommer begrüßen, oder mich über die Nebenwirkungen echauffieren sollte. Wenn die Temperaturen gefährlich dem Siedepunkt sich anzunähern schicken, kann man sich ohnehin mit Lust am Sein des Echauffierens beherrschen und die fünfe Grade sein lassen. Welche Fünfe das sind, wird nicht genau verraten. Der Fünfe gibt es Finger, diese allerdings den ganzen Tag in einer geraden Position halten zu müssen geht auf die Gelenke und in der unbeleuchteten, spinnenbehangenen Ecke kichert schon diabolisch die Arthritis.
Besagte Zeitgenössen haust, wie ich glaube, ohnehin schon in meinem linken Zeigefinger. Dieser ist vom dauernden Pakete kleinrupfen bereits welk geworden, versagt den Dienst und schmerzt beim Aufdrehen von Getränkeflaschen. Falls mich die Arthritis also dahin raffen sollte, ich dem Durst erliege und meine Nieren explodieren bin ich zumindest Gewiss, dass es meinem Wohlergehen geschuldet war. Ich kann nämlich keinen Grill nach draußen schleppen, selbst wenn ich wollte. Diese Facette der menschlichen Experience entzieht sich meinem Horizont auf schelmische Weise immer wieder, weshalb mich im inneren der Neid auf draußen grillfrohe Zeitgenossen zerfrisst. Niemand sollte in einer Welt leben müssen, in der Gelenkschmerzen einen Menschen hindern, ein Mensch zu sein! Befreit euch von den Ketten des Verfalls, singt drinnen fröhliche Lieder und zündelt was die Zündelhölzer hergeben. Was nicht heißen soll, dass ich dazu aufrufe Gebäude abzufackeln, das wäre sicherlich garstig und sollte im Optimalfall vermieden werden, die Ozonschicht leidet bereits unter brennendem Regenwald und Kühen, die Methangas flatulieren.
Schuld ist natürlich die Konsumgesellschaft. Nirgends werden soviele Kühe konsumiert und gepflegt wie in der Konsumgesellschaft. Früher kannte man nur Kühe vom Lande und in der Stadt standen alte Menschen und verpesteten die Luft mit griesgrämigem Kriegsgelaber. Wenn ich also unverhohlen, wie ich mich gern gebe, einmal an alle Kühe denke, die auf den Grills der Grillgesellschaft vor sich hinschmoren, Kohlendioxid an die Luft abtreten und pre mortum noch furzend auf der Weide standen, ergibt sich für mich ein Bild des Leids, des Schocks, des ungebremsten empörtseins wie es nur Politiker kennen müssen. Wer grillt, killt. Die Welt. Dass die beiden Worte derart gleich klingen kann also kein Zufall sein, es kommt nur zusammen was von je her zusammengehörte.
Ich sehe dem Unheil, dass an der Welt verbrochen wird von drinnen zu und rufe hinaus:
"Nein! Nicht die schöne Erde! Sie ist doch noch so jung und schön!",
aber niemand will mich hören. Da wir wissen, dass das Universum 13,7 Milliarden Jahre alt ist, die Erde aber nicht, wissen wir, dass die Erde noch relativ jung ist, ergo ist sie auch schön, wurde sie doch dem ergreisen noch nicht ausgesetzt und widersetzt sich auch erfolgreich all den wundersam riechenden alten Mensch die auf ihr Leben. Würden Rentner auf unserem Rücken stehen und sich ohne unterlass beschweren, warum denn immerwieder junge Menschen auf ihrem Rasen spielten, wären wir vor Gram bereits ins letzte Trimester unserer Lebensspanne geflutscht. Nun sitze ich also drinnen, halte die Unholde nicht von ihrem bösen Treiben ab, kann aber behaupten, dass ich als ängstliches Würstchen mit Mitbewohnerin Arthritis auch nich teilnehme an der Zerstöung unseres Lebensraums. Vielleicht verdienen mehr Deutsche im Sommer Anrufe von unbekannten Menschen, die sie in Trauertäler von Selbstzweifel stürzen, was hieße, sie täten das Haus nicht verlassen und die Welt in den Abgrund grillen. Ich bin dafür, dass Bund und Länder für weitere Studien Fördergelder bereit halten und sich neben dem Umstieg auf grüne Energie auch meine Idee einmal anhören sollten. Die falsch Verbundenen der Nation gehören als das gefeiert, was sie sind: Helden der Neuzeit. Unsere Kinder werden es ihnen danken.
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